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Rübeländer Höhlen

Rübeland, Bodetal ca. 30 Min. von der Lodge Sachsen-Anhalt, Deutschland

Zwei Höhlen, Millionen Jahre in der Entstehung

Im Kalkstein des Bodetalhangs haben zwei Höhlen ihr ganz eigenes Leben entwickelt. Die Baumannshöhle und die Hermannshöhle in Rübeland gehören zu den ältesten und meistbesuchten Schauhöhlen Deutschlands – und bieten gemeinsam eines der vollständigsten Höhlenerlebnisse in Mitteleuropa.

Die Baumannshöhle, seit mindestens 1546 bekannt, beeindruckt mit mächtigen Tropfsteinformationen: turmhohe Säulen und durchscheinende Vorhänge aus Kalkstein. Die Hermannshöhle, 1866 entdeckt, besitzt eine einzigartige Besonderheit: Sie ist die einzige Höhle Deutschlands mit dauerhaften natürlichen Eisformationen – ein unterirdischer See, der jeden Winter gefriert und bizarre Frostlandschaften im Fels entstehen lässt.

Beide Höhlen haben bedeutende Eiszeitfunde geliefert, darunter Knochen von Höhlenbären, die sich hier vor mehr als 30 000 Jahren aufhielten. Von der Woodland Lodge ist Rübeland in rund 30 Minuten erreichbar – nah genug für einen entspannten Vormittagsbesuch kombiniert mit einer Wanderung durch die Bodeschlucht am Nachmittag.

2
Schauhöhlen
1546
Erstmals belegt
~30
Min. mit dem Auto
8–10 °C
Höhlentemperatur

Zwei verschiedene Welten unter der Erde

Baumannshöhle

Die ältere und größere der beiden Höhlen, bekannt für spektakuläre Tropfsteinformationen. Highlight ist die gewaltige Domkammer mit mächtigen Steinkolonnen. Führungsdauer ca. 45 Minuten. Benannt nach dem Bergmann Hans Baumann, der sie im 16. Jahrhundert erkundete.

Führung ~45 Min.
Hermannshöhle

Deutschlands einzige Höhle mit dauerhaften natürlichen Eisformationen. In den tieferen Bereichen gefriert ein unterirdischer See jeden Winter und bildet außergewöhnliche Frostkristalle und Eisvorhänge. Enthält auch einige der am besten erhaltenen Höhlenbärenskelette Deutschlands. Führungsdauer ca. 50 Minuten.

Führung ~50 Min. · Eis ganzjährig
Anreise mit dem Auto

Über die B27 oder B81 nach Rübeland im Bodetal. Beide Höhlen sind ausgeschildert und liegen nebeneinander im Ortskern. Ein Parkplatz befindet sich direkt am Höhleneingang. Kombitickets für beide Höhlen sind an der Tageskasse erhältlich.

~ 30 Min. Fahrt

Was Sie wissen sollten

Warm anziehen

Beide Höhlen haben ganzjährig 8–10 °C. Immer ein Fleece oder eine leichte Jacke einpacken, unabhängig von der Jahreszeit. Der Eisbereich der Hermannshöhle fühlt sich spürbar kälter an – eine zusätzliche Schicht wird dort dringend empfohlen.

Beide Höhlen besuchen

Ein Kombiticket ist deutlich günstiger als zwei Einzeleintritte und die Höhlen ergänzen sich perfekt. Insgesamt ca. 2,5 Stunden einplanen, inklusive Fußweg zwischen den Eingängen und einer kurzen Pause. Führungen starten regelmäßig den ganzen Tag an beiden Eingängen.

Fotografie

Blitzfotografie ist erlaubt. Weitwinkel und ein hohes ISO-Setting eignen sich am besten für die schwach beleuchteten Kammern. Die Eisformationen der Hermannshöhle sind das ungewöhnlichste Motiv – die Blautöne des Eises gegen die warme Höhlenbeleuchtung sind besonders eindrucksvoll.

Für alle Altersgruppen

Die Höhlen sind ideal für Familien – die Eiszeitgeschichte der Höhlenbären fesselt Kinder, und die Höhlenwege sind weitgehend barrierefrei. Nach dem Höhlenbesuch bietet der Bodetal-Wanderweg direkt vor Rübeland eine schöne 3-km-Wanderung durch eine dramatische Flussschlucht.

Perfekt kombiniert

Heimkehle

Wenn eine Höhle nicht genug ist: Die Heimkehle im Südharz bietet nur 30 Minuten entfernt eine weitere Unterwelt – mit eigenem Charakter, bewegender Kriegsgeschichte und einer ganz anderen Höhlenlandschaft.

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Die Rübeländer Höhlen sind nur 30 Minuten entfernt.

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